Was kostet der Handel mit Aktien?

Börse

Im Gegensatz zu dem Investment in verschiedene verzinsliche Geldanlagen, wie zum Beispiel in Tages- oder Festgelder, ist der Handel mit Aktien mit Kosten für den Anleger verbunden. Wie hoch diese Kosten sind, hängt zum einen vom Anbieter, also der depotführenden Bank bzw. des Brokers ab, zum anderen sind aber auch einige Kosten gleich hoch, nämlich die Börsengebühren (Maklercourtage und Börsenspesen). Zunächst einmal verlangen einige Banken eine Depotgebühr, die zwar nicht direkt eine Gebühr für den Handel mit Aktien ist, aber in der Gesamtkostenkalkulation natürlich auch berücksichtigt werden muss, weil man ohne Depot auch keine Aktien kaufen kann. In der Regel verlangen die Onlinebroker Depotgebühren von knapp zwei Euro im Monat, die allerdings in den meisten Fälle wegfallen, wenn man ein oder zwei Trades, also Käufe oder Verkäufe von Wertpapieren, im Monat tätigt. Die Filialbanken verlangen mit ca. 30 bis 50 Euro im Jahr zum Teil noch etwas höhere Gebühren. Neben den fixen Depotgebühren gibt es zudem noch die Ordergebühren, die vom jeweiligen Anbieter abhängig sind. Die Höhe dieser Ordergebühren richten sich in erster Linie danach, was gehandelt wird, an welchem Börsenplatz gehandelt wird, und vor allen Dingen danach, welches Volumen gehandelt wird. Die meisten Anbieter splitten die Ordergebühren heute in eine Grundgebühr, die bei jedem Trade anfällt, und zudem noch in eine Orderprovision, die in Prozent vom jeweiligen Handelsvolumen berechnet wird und zum Beispiel bei 0,25 Prozent des gehandelten Gegenwertes liegt. Ferner kommen für den Kunden noch die Börsengebühren hinzu. Wer zum Beispiel deutsche Aktien am Xetra-Markt für einen Gegenwert von 2.000 Euro handeln möchte, zahlt Börsengebühren in Höhe von 1,75 Euro. Diese Börsengebühren kann man sogar noch ganz genau aufsplitten, wenn man wissen möchte, wie sich diese zusammensetzen. Die 1,75 Euro bestehen aus der Courtage von 0,00657 Prozent vom Kurswert, mindestens aber 0,82 Euro), der Regulierungsgebühr des Clearers (0,49 Euro plus 0,0010 Prozent), dem CCP Settlement Entgelt von 0,275 Euro, der Kommunikationsgebühr von 0,09 Euro und dem Schlussnotenträgerentgelt von 0,07 Euro. Diese Einzelgebühren addiert ergeben im Beispielfall den Gesamtbetrag von 1,75 Euro. In der Summe kann man also festhalten, dass einen die Order über ein Volumen von 2.000 Euro insgesamt, mit kleineren Abweichungen je nach Anbieter, insgesamt rund 10-12 Euro kosten würde. Ganz grob kann man also festhalten, dass man für den Handel mit Aktien eine Gebühr von ca. 0,50 Prozent des Umsatzes einkalkulieren muss.


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